7 SEO Tipps von der SEOkomm 2016 – Recap

Auch dieses Jahr hatte Oliver Hauser und sein Team zur SEO Konferenz SEOkomm nach Salzburg geladen, zum 7. Mal. Und jedes Jahr wird es besser. Aus jeder Session habe ich versucht einen hilfreichen SEO Tipp mitzubringen. Anbei im SEOkomm Recap:

Den Raketen Start wie in jedem Jahr hat wieder Marcus Tandler hingelegt. Es war eine Speed-Reise durch alle aktuellen SEO Themen, CTR Optimierung, Page Speed, AMP und progressive Web Apps, Penguin, RankBrain usw, angereichert mit viel Witz, genau das Richtige so früh am Morgen.

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SEO Tipp 1: Optimiert eure Snippets! Relevanter Content & Links helfen euch in die Top10 zu kommen, dann gehts aber ums Überleben in den Top10. Nur Seiten, die hier performen (u.a. hohe CTR, niedrige Bounce back to serp) bleiben in den Top 10. Eine doppelte CTR kann bei gleicher Conversion Rate den Umsatz  aus SEO verdoppeln.

Der nächste Vortrag war von Fili Wiese, meinem früheren Kollegen. Bei ihm ging es den kompletten Vortrag um das sehr wichtige Thema Page Speed. Aufgrund der kompletten Fokussierung auf dieses eine Thema, ging es sehr in die Tiefe. Es gibt sehr viele Speed-Schrauben, an denen gedreht werden kann.

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SEO Tipp 2: Versucht euer Network Protokoll unbedingt auf HTTP/2 umzustellen. Mit dieser Technik ist „Multiplexing“ möglich, es können zeitgleich mehrere Anfragen zwischen Client und Browser durchgeführt werden.

Sebastian Erlhofer hat einen tiefgehenden Einblick in die Google Search Console präsentiert. Nicht zuletzt aufgrund seines eigenen Tools Serplorer hat er hier inzwischen viel Erfahrung gesammelt. Richtig benutzt bietet die Search Console enorme Möglichkeiten und Daten, die sonst kein anderes Tool zur Verfügung stellt, vor allem über die API.

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SEO Tipp 3: Die Search Console zeigt pro Sitemap.xml immer nur wie viele Seiten indexiert sind und wie viele nicht, aber nicht welche. Mit der Einreichung von Sub-Sitemaps mit jeweils nur einer Seite in der Sitemap kann genau heraus gefunden werden, welche Seiten Google nicht mag bzw. indexiert hat.

Campixx Organisator Marco Janck hat sehr transparent aufgezeigt, wieviel SEO und diverse Content Marketing Investitionen kosten. Sehr detailliert und ausführlich eine tolle Übersicht. Teilweise war das Publikum nicht immer einer Meinung mit ihm. Es ist aber auch schwierig, die Preisdifferenz ist je nach Standort sehr unterschiedlich.

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SEO Tipp 4: Versucht nicht nur nach den Kosten zu schauen, wenn in SEO Maßnahmen investiert wird. Stellt eher einen Business Case auf, inwiefern sich die Investition über definierte Zielerreichungen und KPI’s lohnt. So ist bei den Budgetverwaltern mehr Geld für sinnvolle SEO Investitionen zu hohlen. Bei positivem ROI sind dann nach oben hin keine Grenzen gesetzt.

Im Diskussionpanel wurde John Müller von Jens Fauldraht, Nina Baumann und Michael Schöttler in die Mangel genommen. Auf die teilweise sehr kritischen Fragen hat er professionell geantwortet und Prozesse bei Google sehr genau erklärt.

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SEO Tipp 5: Wenn Google eine technische Neuerung wie z. B. einen Mobile Index kommuniziert, dann rechtzeitig intern das erste Projekt starten. So seid ihr wenn es soweit ist up-to-date. Gleichzeitig aber nicht nervös werden, Google wird eine Änderung nur publizieren, wenn sie wirklich Verbesserungen bringt. Ist der Großteil der Websites noch nicht soweit, kann Google nicht einfach switchen. Z. B. könnte Google nicht von heute auf morgen nur AMP Seiten anzeigen, dafür fehlt einfach das Inventar.

Der Geschenke-Unternehmer Uwe Hamann hat seine ganz persönliche Geschichte erzählt, ein ständiges Auf- und Ab, im Prinzip immer gekoppelt an den Sichtbarkeitsindex bei Google. Bis er nach einem weiteren großen Rückschlag angefangen hat umzudenken, Traffic Quellen zu diversifizieren, ja sogar in Branding zu investieren. Konkrete Zahlen & Cases hat er auch gezeigt. Sehr authentischer Vortrag, toll!

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SEO Tipp 6: Macht euch nicht so arg von Google abhängig, diversifiziert eure Trafficquellen. Es wird nicht von heute auf morgen gelingen, sich von Google unabhängig zu machen. Aber wenn euer Unternehmen aufgrund einer Google Penalty Konkurs anmelden müsste, ja dann wird es definitiv Zeit umzudenken.

Als letzte Session habe ich den Google Tag Manager Vortrag von Stefan David besucht. Übersichtlich hat er aufgezeigt, in welchen Bereichen der Tag Manager überall eingesetzt werden kann und wo er nützlich ist.

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SEO Tipp 7: Über den Tag Manager können Inhalte einer Website asynchron geladen werden, eine weitere Möglichkeit, um die Ladezeiten zu verkürzen.

In den Pausen wurden weitere SEO Experten nach SEO Tipps und ihrer Meinung gefragt, hier Kaspar Szymanski in Action.

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Zusammengefasst gab es auf der seokomm wieder viele Vorträge auf sehr hohem Niveau. Es war immer wieder schwer sich zwischen den 3 Tracks zu entscheiden, das spricht für die SEOkomm. Die Organisation war wie immer super, nirgends gab es längere Warteschlangen. Besten Dank Oliver und bis nächstes Jahr!

 

Weitere  Recaps der seokomm 2016:

 

 

 

Recap zum SEOday 2015 in Köln

Heute war wie jedes Jahr wieder der SEOday 2015 in Köln. Am Anfang hat Fabian Rossbacher zunächst mal die Besucher im Kölner Stadion begrüßt.

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Fabian Rossbacher heißt alle Teilnehmer willkommen

Hier einige interessante Take Aways der Referenten aus meinen besuchten Vorträgen:

7 aktuelle SEO Taktiken, Tipps & Tricks mit Dominik Wojcik

  • für die meisten Ajax Lösungen sind SEO Workarounds zu bauen, weil Ajax von Google schwer zu verarbeiten ist
  • meta tag name frequent ! einbauen escaped fragments als Lösung, Google empfiehlt progressive enhacement: Entwicklung zuerst für kleine mobile devices, erst dann visuelle Aufbereitung für größere Endgeräte
  • Google Muster Erkennung brechen: Brand names der großen Shops & Links zu Shops für Google mit Javascript maskieren, damit der Algo diese nicht identifizieren kann und die eigenen Inhalte „uniquer“ und wertvoller erscheinen, Anmerkung: diese Maßnahmen sind mit Vorsicht zu betrachten
  • Ranking transfers ohne redirects: aus Prozess-Gründen kein Zugriff auf alte Domain = href lang tag auf beiden Seiten implementiert, deutsches Tag auf neue Website x tag auf alte Website gesetzt
  • Warum ranken Seiten so nachhaltig? Nicht nur neue Texte helfen für nachhaltige Rankings, sondern v. a. auch neue Links
  • alle Bilderrankings auf einmal verloren: warum? Hotlinking Funktion war deaktivier, muss aktiviert werden, zumindest Google white listed werden
  • Google Analytics Query Explorer: schönes Tool um nach unterschiedlichen Regeln z. B. nicht performante Seiten (kaum Besucher, hohe Bounce Rate etc.) zu finden
  • Nutze Logfile Analyse Tools: z. B. das Tool keylime, ideale Ergänzung zu den gängigen SEO Tools, um das Crawling besser zu verstehen und zu optimieren. Es lassen sich crawlingintensive Seiten identifizieren und z. B. aussperren

SEO Maintenance von Jens Fauldraht

  • es ging vor allem um Großkonzern-SEO mit komplizierten Prozessen und Firmenpolitik
  • … wie merke ich das was schief läuft: SEO ist ein Prozess und kein Projekt -> es hat keine Ende … wie war!
  • lieber in einen bestehenden Prozess integrieren und nicht versuchen neue zu platzieren
  • Welche Daten werden benötigt und sind sie vorhanden? Ich muss in der Lage sein, die SEO-Basisthemen selbst abzuarbeiten
  • Analysen müssen zu SEO Handlungen führen -> dafür muss man erst in der Lage sein diese auch umzusetzen
  • unbedingt die Daten aus der Search Console sichern -> mit Filterung kann man mehr als 1000 Datensätze heraus ziehen, weitere Lösung ist das Einreichen von verschiedenen Verzeichnissen -> bessere Fehlerreports, Search Console API funktioniert sehr gut
  • Filter bei onpage.org anzulegen hilft, um Fehler zu entfernen, die schon adressiert sind
  • Insgesamt hat Jens einige schöne Beispiele gezeigt, wie man automatisiert die wichtigen SEO-Auszeichnungen überwacht, Warnsysteme und Alerts aufbaut und bei Fehlern richtig und vor allem schnell gegen steuert
  • Fazit: Jens: „als SEO bist Du verantwortlich!“

Content Marketing: Vom leeren Blog zum Zitat in der FAZ mit Markus Klöschen

  • Redaktionsplan als strategisch sehr wichtiges Mittel, um geplant hochwertigen Content zu erstellen
  • Hochwertigen Content für zeitaktuelle Themen als „Insider“ als Erster publizieren, wird dazu führen, das ihn viele Medien aufnehmen, zitieren etc, weil die Journalisten selbst vor allem auf Google recherchieren

What’s next SEO: Besucher in zahlende Kunden verwandeln mit Mario Wolosz

  • Verständlicherweise ging es um E-Mail Marketing, von Originalzitat „SEO hat er keine Ahnung“ 😉 (für die, die ihn nicht kennen, beim Titel der Veranstaltung eher unverständlicherweise, was einige Teilnehmer bei Rücksprachen leider enttäuscht hat). Trotzdem natürlich ein extrem spannendes Thema
  • beim Capturing werden gezielt Adressen vollautomatisch gesammelt und mit seriösem E-Mail Marketing  werden die potentiellen Kunden mehrfach mit Mehrwert kontaktiert

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Mario Wolosz bringt die SEO’s zum Schweigen

  • mit dem E-Mail Verteiler wird ein hochwertiges Asset aufgebaut, eine spezifische Segmentierung ist möglich
  • tagbasierte Aussteuerung versendet keine unnötigen Emails, tagbasiert arbeiten ist wie „in den Tesla einsteigen“, listenbasiert „noch mit dem Trabi herum fahren“
  • Special Tipp während des Mittagessens: ein eigener E-Mail Server mit eigener IP-Adresse erhöht die Zustellungsrate der E-Mail bei entsprechendem Score deutlich

2000 Unique-Visits am Tag über SEO im Handybereich – Ein Affiliate zeigt wie es geht mit Matthias Hackemann

  • Es wurde sehr schön gezeigt, wie der Aufbau einer Website in der Nische unter Berücksichtigung der ganzen „SEO Basics“ zu schönen Rankings und Besucherströme führen kann.

500.000 PIs mit SEO von 0 auf 100 in der Nische mit Matthias Gräf

  • Wie hat er es geschafft? Ratgeber gehen immer
  • Adwords auf Events gesetzt um zu testen, welche Keywordsets hohe Impressionen generieren
  • Mind. 5 Artikel am Tag um in Google News zu erscheinen, eigene Artikel wurden mit eingekauften Pressemeldungen gemischt, um die Zahl zu erreichen
  • Es wurden TV Spots vom in diesem Fall Golf-Verband für Traffic Akquise abgegriffen -> bei w&v informieren, wann wo welche Kampagne läuft
  • Newsbox bei Kooperationspartnern implementieren bringt weiteren Traffic

Content Marketing in the Age of Mobile mit Sepita Ansari und Christoph Baur

  • es wurden sehr anschaulich die Vorteile von dynamic serving in Kombination mit responsive Webdesign im mobile Bereich aufgezeigt
  • mobile ist immer häufiger ein Touch Point in der customer journey, oft in Kombination mit Dektop und Tablet, das reine Desktop-Surfverhalten hat sinkende Wachstumsraten
  • Für die Prozesse Analyse, Strategie, Produktion und Seeding hilft die Website think with Google die Customer Journey der Kunden besser zu verstehen
  • detaillierte Analyse welche Inhalte mobile Nutzer konsumieren ist wichtig für das spätere Seeding
  • Mobile Seeding läuft vor allem über Social Networks wie Facebook, Periscope als interessantes noch nicht so bekanntes Video Social Network

Penalty Recovery – Tipps von Ex-Googler von Kaspar Szymanski

  • der „SEO Superstar in Polen“ 🙂

kaspar-seoday2015 Kaspar zeigt den SEO’s verschiedene Google Schreckens-Szenarien

  • aggregiere aus diversen Backlink Tools alle Backlinks, um so viele nicht Google konforme Links zu finden wie möglich
  • auch alte „Laster“ von 2005 etc sind zu entfernen
  • überprüft laufend die Änderungen in den Google Webmaster Richtlinien, sie werden laufend aktualisiert
  • in Reconsideration Requests sind die konkreten Taten zum Spamabbau aufzulisten und Zahlen zu liefern
  • Bestraft werden können einzelne Unterseiten bis die komplette Domain, einzelne Unterverzeichnisse alles ist möglich
  • „am Freitag das disavow file hochladen, am Montag den reconsideration request einreichen und am Wochenende gute Laune haben“

SEO beyond Rankings – Wie Webseiten SEO ganz von alleine erledigen können von Christian Tembrink

  • hier ging es um Meta Description Optimierung, um die CTR zu steigern, wichtiges Thema, allerdings schwieriger geworden, da Google das Snippet immer häufiger austauscht
  • Trotzdem wurden sehr interessante mit verschiedenen emotionalen Triggern getestet, auch mit Sonderzeichen im Snippet -> Testergebnis: Sonderzeichen in Snippets führen zu mehr Klicks bei gleicher Platzierung

Weitere Recaps des SEOday 2015 in Köln

Recap der SMX Sydney 2015: Google Mobile Update etc

Ich befinde mich aktuell auf der SMX Sydney in Australien. Spannend, mal auf der anderen Seite der Welt dabei zu sein. Ich selbst habe hier auch drei Vorträge. Interessant ist bisher vor allem, was Gary Illyes von Google gesagt hat:

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Gary Illyes vom Google Webmaster Trends Team

  • Der erste Launch des Mobile Updates ist letzte Woche zu Ende gegangen. Google ist mit den Ergebnissen bisher sehr zufrieden.
  • Bis alle Auswirkungen des Updates gesehen werden, dauert es je nach Größe der Website u. U. etwas länger, da jede Website komplett neu indexiert werden muss.
  • In Zukunft werden weitere Mobile Updates folgen, der Algo wird „feinjustiert“. Z. B. wird sehr wahrscheinlich PageSpeed bei Mobile ein Faktor als auch im negativen Sinne das nervige Einblenden von großen Werbeanzeigen, in denen das „x“ zum Schließen der Anzeige nicht gefunden werden kann.
  • Die Signale vom Benutzerverhalten werden im Ranking nie so wichtig werden wie der Content selbst. Bei einigen Websites ist es nötig, den Content zu „reorganisieren.
  • Für die aktuellen Rankings benutzt Google nicht die mobile Version des Contents sondern ausschließlich die Desktop Version.
  • Es gibt weiterhin nur EINEN Index, allerdings verschiedene Ranking-Kriterien.
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  • Große Verschiebungen der Rankings letzte Woche: Wir haben einiges am Core Algo verändert, Dinge die geheim sind und die wir nicht kommunizieren. Das hat aber nichts mit dem Mobile Update zu tun.

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SEO Panel: Jeff Preston von Disney, Jonas Weber, Gary Illyes

Update Mittwoch take aways von Gary (Google):

  • Warum wurde das Mobile Update angekündigt: Mobile hat bei Google einen extrem hohen Stellenwert, ca. seit 5 Jahren auch auf dem Radar der Webmaster Trend Analysts. Gary wurde von Matt Cutts und Jo Muller dazu verpflichtet, auf allen Konferenzen auch über Mobile zu präsentieren.
  • Mehr und mehr User benutzen mobile Endgeräte, nicht optimierte mobil Websites bieten damit eine schlechte Nutzererfahrung. Auf der SMX East wurde er gefragt, warum es sich nicht auf die Rankings auswirkt. Google hatte es intern schon diskutiert, aber Angst vor einem Shitstorm. Deswegen haben sie es mit Amit Singhal diskutiert und entschieden, das Update so früh anzukündigen. Es geht darum, einen Shitstorm zu vermeiden und den Webmastern die Chance zu geben, zu reagieren. Das Mobile Update hat viel mehr Auswirkungen als Panda oder Pinguin. Macht Sinn, weil es kein Webspam Update ist.
  • Brands werden vom Mobile Update teilweise geschützt, also selbst wenn Amazon nicht mobile friendly ist, wird Amazon aufgrund der Brand in den Suchergebnissen für die meisten Keywords trotzdem ausgeliefert (sein Beispiel).

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Panel mit Google Gary und anden bekannten Experten: nur einer wird gefragt und nur einer antwortet 🙂

  • Dem Durchschnitts-User ist die URL egal, deswegen zeigt Google jetzt die Breadcrumbs in den Suchergebnissen an.
  • Pete Myers von Moz sagt: Mobile friendly pages sind in SERPS nach Ankündigung des Updates von 66% auf 76% gestiegen.
  • Feststellung aus Auditorium: Eure Webmastertools sind nur mobile friendly bis zur Login Page! Und sie werden als mobile friendly in SERPS angezeigt!
  • Java Script/Ajax Indexierung: Ajax, das erst nach einem Klick Content lädt, wird nicht indexiert. Google experimentiert hier aktuell sehr viel herum.

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SEO site clinic im perfekten Outfit. Erste Website hat nur spammy Backlinks und Gary analysiert.

SEO CAMPIXX Recap 2015

Dieses Wochenende haben sich wieder um die 500 Suchmaschinenoptimierer in Berlin am Mügelsee getroffen, um über aktuelle Themen aus der Search Industry zu diskutieren. Hierzu mein Recap zur SEO Campixx 2015.

Am ersten Tag konnte ich zunächst meinen Vortrag halten „Nicht jedes Ranking Problem ist ein Panda oder Pinguin – I tell you why!“.

SEO Beratung mit Jonas Weber

Zunächst wollte ich anhand meines neuen Claims auf der SEO CAMPIXX aufzeigen, dass SEO nach wie vor eine Marketingdisziplin mit extrem hohen Hebelwirkungen ist. Wir brauchen uns nicht unter dem Vorgang „Online Marketing“, “ Content Marketing“ etc. verstecken, wenn wir SEO machen wollen. Hier gibt es genügend zu tun.

Danach habe ich anhand diverser Case Studies aufgezeigt, dass nicht immer nur die beiden SEO Updates Pinguin oder Panda für Rankingprobleme verantwortlich sind.  Z. B. werden sehr viele Fehler in den Prozessen „Crawling“ und „Indexing“ gemacht. Also 100 % SEO eben. Ein Recap hierzu findet sich u. a. auf heise.de.

SEO Campixx 2015

Danach habe ich den Vortrag von Malte Landwehr besucht „45 Tools in 45 Minuten“. Er hat wirklich sehr viel spannende Tools präsentiert, die einem die Arbeit mit SEO, Social Media und Online Reputation erleichtern. Gleichzeitig hat er die ganzen Tools in Twitter getweetet, mit Sicherheit mit einem seiner Tools :). Er will seine Präsentation zur Verfügung stellen, Link wird noch platziert.

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Als nächstes war ein Erfahrungsaustausch mit Oliver Hauser dran „Vom Gründer zum Unternehmer. Learnings, Fallen und Erfolge – persönliche Erfahrungen nach 2 Jahren get on top gmbh“. Er hat sich vor 2 Jahren neu aufgestellt und seine Agentur get on top gegründet. Er hat viele Bereiche angesprochen, die ein Unternehmer angehen muss: Finanzen, Strategie, Personal, Workflow und Prozessoptimierung. Er sieht seine Aufgabe darin, seinem Agentur Team die Arbeitsbedingungen so zu entwickeln, dass Sie den Job perfekt machen können. Bis auf wenige Punkte, die ihm Spaß machen, macht er kaum noch operativ SEO. Und: in Österreich ist das Finanzamt auch so beliebt wie hier :).

Korbinian Spann hat zum Thema „SEO zwischen Performance und Branding“ referiert. Er zeigte sehr eindrucksvoll, wie wichtig SEO auch für den Bereich Brand ist bzw. umgekehrt. Auch gilt es die gesamte Customer Journey zu berücksichtigen und den Einfluss aller Marketing Kanäle. Wird z. B. der first touching point entfernt, der hinten raus nicht direkt konvertiert, können trotzdem die Conversions extrem einbrechen. Auch kann Brandbidding auf AdWords Anzeigen den SEO Bereich in einigen Bereichen extrem kanabalisieren.

Bei der letzen Session des Tages hat das Sistrix-Team zum Thema „Smartphone Sichtbarkeitsindex: Wie groß sind die Unterschiede Mobile vs. Desktop und was sind die Gründe?“ eigene Sichtbarkeitswerte für die den Mobile Bereich extrahiert. Natürlich sind die genauen Zahlen mit Vorsicht zu betrachten, da gerade im Mobile Bereich die Suchergebnisse sehr locationabhängig sind. Trotzdem zeigt es den betroffenen Unternehmen sehr plakativ: im Mobile Bereich habt ihr noch einiges zu tun! Vor allem in Bezug auf die aktuellen Entwicklungen bei Google und die Suchresultate.

Am Abend gabs wieder Networking, Chili Contests, Wer wird Millionär, Tischkicker und sogar einen Flugsimulator.

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Am Sonntag habe ich leider den ersten Vortrag der SEO Campixx verpasst, dafür ein nettes Gespräch mit Veranstalter Marco gehabt.

Dafür war der nächste Beitrag von Marcus Tober wieder sehr inspirierend. Sehr plakativ hat er aufgezeigt, wie tiefgehend das Google Hummingbird Update die Suchresultate verändert hat. Über 90% Veränderung und deutlich weniger Domains ranken in Google, da Google semantische viel besser in der Lage ist, Themen ranken zu lassen und nicht Keywords. Bei verschiedenen Keywordsuchen zum gleichen Thema waren immer mindestens 50 % der Suchresultate in den Top10 identisch.

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„Schweine im Meer – TV triggered Ads“ hatten Ralf Zmölnig und sein Präsentationspartner (Name nicht gefunden, bitte melden :)) im Gepäck. Spannende Insights, welches Suchverhalten die User in Google plötzlich an den Tag legen, während ein TV Spot läuft. Mit kreativen Ansätzen ist es möglich, diese Nachfrage mit der eigenen Website aufzufangen.

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Larissa Deifel präsentierte zu „Interne Verlinkung deluxe bei autobild.de“. Es wurde aufgezeigt wie anhand der Automatisierung von interner Verlinkung aus Redaktionsartikeln heraus die interne Verlinkung optimiert wird. Die internen Verlinkungen werden auf Themenwelten gesetzt, die zusätzlich mit Unique Content ausgestattet werden. Die Sichtbarkeitskurve ging nach diesen Maßnahmen steil nach oben.

Mein letzter Vortrag auf der SEO Campixx für den Recap im Jahre 2015 war „SEO richtig verkaufen nach erfolgreichem Inbound Marketing“Christoph Szepanski hat interessante Einblicke gegeben, wie die Dienstleistung Suchmaschinenoptimierung am Markt platziert und verkauft werden kann, insbesondere mit Neuromarketing-Ansätzen.

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Insgesamt war die SEO Campixx 2015 wieder eine tolle Veranstaltung, ich freue mich auf nächstes Jahr. Gute Heimreise!

Weitere Recaps der SEO Campixx 2015:

SEOkomm 2014 Recap: die besten Tweets

Heute war wieder die SEOkomm SEO-Konferenz in Salzburg, wie immer organisiert von Oliver Hauser und seinem Team. Wie zu erwarten hat sich 2014 wieder eine SEOkomm mit spannenden und witzigen Vorträgen entwickelt. Hier die besten Tweets (u. a. spam- und IS bereinigt) mit den interessantesten Aussagen und Bildern der Referenten. Es lohnt sich!

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Tweets-Fazit: Perfekt organisierte Konferenz mit sehr schnellem und stabilem Internet (fast unmöglich 🙂 ) und tollen Vorträgen.

Trendthemen dieses Jahr: Ranken ohne Links mit Top-WDF-Content, Generation von themenfremden Links, Mobile Optimierung, Customer Lifetime Value, Emotionen, Tarnkleidung und Branding, Allrounder SEO-Tool Excel, interne Verlinkung und riesige Inhouse SEO-Teams.

Besten Dank an alle SEOkomm 2014 Recap Twitterer!

Weitere Recaps:
http://blog.netprofit.de/seokomm-2014-recap-bilder-tipps.html
http://www.mindshape.de/blog/allgemein/recap-blogroll-zur-seokomm-2014.html
http://www2.popularity-reference.de/blog/seokomm-2014-recap
http://www.search-one.de/seokomm-2014-recap/
http://redomain.at/blog/seokomm-2014-recap.html
http://www.dynapso.de/seokomm-2014-recap/
http://www.affiliate-auf-weltreise.de/seokomm-2014-recap-gutes-essen-wlan-rockt/
http://www.contentcook.at/seokomm-2014-stirb-langsam-linkbuilding/
http://www.contentking.de/seokomm-2014-recap-mit-liste/
http://www.takevalue.de/blog/seokomm2014-recap-suchmaschinenoptimierung-und-so-viel-mehr/
http://www.salzburg-cityguide.at/de/news/detail/backflash/omx-plus-seokomm-2014_204706
http://www.geschenke.org/seokomm2014.html
http://www.seomotion.org/de/seokomm-omx-2014-recap/
http://www.bergmensch.com/seokomm-omx-2014-recap-liste-meinungen/
http://www.luna-park.de/blog/9869-recap-omx-seokomm-2014/
http://www.tukanmedia.de/blog/seokomm-recap-2014.html
http://www.seo-bavaria.de/recap-seokomm-2014/
http://www.adtraffic.de/seokomm-2014-recap/
http://www.leetweb.at/10-dinge-die-ich-auf-der-seokomm-2014-mitgenommen-habe/

Die falsche Personalpolitik von SEO Agenturen

Die letzten Updates von Google hebeln die gängigen Arbeitsprozesse von SEO Agenturen aus. Sie sind nicht mehr so erfolgreich und in Bezug auf potentielle Abstrafungen sehr riskant geworden. Google schafft es immer besser, „echte“ Qualität von künstlicher SEO Optimierung zu unterscheiden und trotzdem relevante Suchergebnisse auszuliefern. SEO Agenturen müssen umdenken, neue Prozesse integrieren. Das fängt bei der Personalpolitik an.

SEO’s werden nicht eingestellt!

Auf der BrightonSEO Konferenz in England habe ich dieses Jahr mit den zwei anderen früheren Google Search Quality Kollegen Fili Wiese und Alfredo Pulvirenti am Experten SEO-Panel „Ask the Ex-Googlers anything“ teilgenommen. Auf die sehr gute Frage aus dem Publikum, wie wir als Inhaber einer SEO-Agentur nun Google konform Linkbuilding betreiben, habe ich zwei Dinge gesagt: Zum einen haben wir uns bei der Betreuung im Bereich SEO, SEM und Online Marketing eine Nische heraus gepickt. Somit fällt es uns leichter, in einem bestimmten Bereich Expertise und Kontakte aufzubauen.

Zum anderen habe ich betont, dass ich keine Personen einstelle, die schon einmal im Bereich SEO gearbeitet haben, da diese mir zu „schmutzig“ denken. Das hat gesessen, mehr als 1000 SEO’s im schicken Opernsaal waren wenig erfreut, wie auf Twitter nachzulesen war. Warum habe ich das gesagt, wollte ich mich unbeliebt machen?

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Abb. 1: Twitter-Zitat: „SEO’s denken zu schmutzig!“

Prozesse in den SEO Agenturen

Google hat es geschafft, dass die alten lukrativen Prozesse in den Agenturen nicht mehr so wirkungsvoll sind (Ausnahmen bestätigen die Regel). Früher hatten die Agenturen eifrig Links und Texte eingekauft und mit Aufschlag verkauft. Die etwas größeren Agenturen haben die Texte selbst geschrieben, meist durch billige Praktikanten. Zusätzlich haben sie in Linknetzwerke investiert und die Links teuer direkt weiterverkauft. Man kann mit Sicherheit von einem lohnenden Arbitragegeschäft sprechen  – bis Google mit den neuen Updates wie Panda und Pinguin den Goldrausch beendet hat. Nun geht die große Angst und Verunsicherung durch die Szene. Wie machen wir weiter?

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Fachkräftemangel in der Branche

In der letzten Website Boosting (Ausgabe 19) war der aktuelle Fachkräftemangel ein großes Thema, nicht ganz zu Unrecht, es gibt kein wirklich gutes Ausbildungssystem. Allerdings werden vielleicht zu viele Suchmaschinenoptimierer gesucht. Denn sie sind nur in bestimmten Bereichen gut, wie zum Beispiel in der technischen Suchmaschinenoptimierung oder in der Analyse. Bereiche wie Markenaufbau bzw. Branding, (Online)-Pressearbeit, hochwertige Texte mit Experten-Knowhow verfassen, Produktmanagement – das sind keine Stärken eines SEO’s. Werden diese Strategien auf Konferenzen vorgeschlagen, entstehen zwei Szenarien: entweder der SEO resigniert, weil er es nicht kann oder er versucht Möglichkeiten zu finden, die diese Disziplinen nachbilden, also der Algorhytmus soll wieder manipuliert werden.

Gewünschte Verantwortungsbereiche eines Suchmaschinenoptimierers in einer Agentur

Schauen wir uns an, welche Aufgaben und Fähigkeiten Agenturen heutzutage von einem SEO Manager bei der Einstellung verlangen, ist es kein Wunder, dass zu wenig Fachpersonal gefunden wird. Wer soll diese ganzen Disziplinen auf hohem Niveau beherrschen können? Vor allem wenn wir uns das ambitionierte Ziel setzen, Suchmaschinenoptimierung nachhaltig und Google konform durchzuführen. Folgende Aufgaben erwarten einen SEO Manager in einer Agentur, wenn wir diverse Stellenausschreibungen betrachten:

  1. Fähigkeit zur gezielten SEO Analyse bestehender Webseiten/-shops
  2. Strategische Erarbeitung sowie aktive Steuerung der SEO Maßnahmen (Onpage, Technik, Offpage) im Unternehmen mit Fokus auf stetige Optimierung
  3. Keyword-Analyse und -Research
  4. Texterstellung und -Optimierung
  5. Entwicklung und Umsetzung von hochqualitativen Linkstrategien für alle relevanten Seiten
  6. Auf- und Ausbau von Universal Search Rankings
  7. Koordination von externen Dienstleistern (Content, Off Page, Entwicklung, uvm.)
  8. Wettbewerber-Analyse OnPage und OffPage
  9. Analyse und Auswertung suchmaschinenrelevanter Daten
  10. Controlling der KPI´s je Kampagne und Optimierung mit den jeweiligen Produktmanagern, Optimierung der Keyword Listen anhand der Performance-Kennzahlen
  11. Aktives Testing neuer innovativer Maßnahmen
  12. Reporting an die Geschäftsführung und Marketingleitung
  13. Betreuung und Beratung unserer Kunden
  14. Stetige Markt-, Wettbewerbs- und Trendbeobachtung

Einzelne Funktionen und Aufgabengebiete

Diese Aufgaben sowohl strategisch als auch operativ auszuüben; dafür sind verschiedene Persönlichkeiten und Qualifikationen nötig. Zum Beispiel fehlt einem Strategen in Form eines Projektleiters bei operativen Arbeiten meist die Detailtreue, das Know-how oder die Motivation.

Es sind unterschiedliche Funktionen und Jobprofile zu entwickeln, die die Umsetzung der geforderten Maßnahmen mit hoher Qualität umsetzen können.  Matt Cutts hat auf der Pubcon 2011 in Las Vegas in seiner Präsentation treffend formuliert: „SEO=Marketing“. Die letzten Updates von Google haben diese These durchaus unterstrichen.  Somit können wir uns u. a. am Aufbau klassischer Marketing- bzw. Werbeagenturen orientieren, um das zeitgemäße SEO Team aufzubauen – natürlich mit einigen Abweichungen. Welche Funktionen brauchen wir?

SEO Projektleiter, Berater und Key Account (m/w)

Der gesuchte SEO Manager hat die SEO Projektleitung zu übernehmen, nicht aber die meisten operativen Aufgaben, die in den Stellenausschreibungen gefordert werden. Er hat über alle Teilbereiche im Bereich Suchmaschinenoptimierung Bescheid zu wissen, er ist der Stratege. Er hat zu wissen WAS zu machen ist und delegiert es weiter. WIE die Aufgaben zu erledigen sind, das ist die Verantwortung der Spezialisten. Auch die Analyse der relevanten Daten, die Qualitätssicherung, Testing, Beratung der Spezialisten im Team und die Kundenbetreuung sind seine Aufgaben. Mit diesen Verantwortungsbereichen ist er ausreichend ausgelastet. Er ist eigentlich die einzige Person, die etwas von Suchmaschinenoptimierung verstehen muss, zumindest übergreifend. Der SEO Projektleiter ist auch der einzige aus dem Team, der sich auf SEO Konferenzen und Blogs fortbilden sollte.

Programmierer (m/w)

Der Spezialist „Programmierer“ bearbeitet die technischen SEO Bereiche. 301 redirects, Speedoptimierung, SEO Ausrichtung des Content Managments Systems, etc. Ebenfalls spannen wir ihn ein, um zeitintensive manuelle Prozesse zu automatisieren, z. B. entwickelt er interne Tools für die Spezialisten. Um seine Kapazitäten auszuschöpfen setzen wir ihn bei der Programmierung von Landing Pages, SEO/Usabilty Tests oder sogar ganzen Websites ein. SEO Kenntnisse sind vorab nicht nötig, die wenigen wichtigen Punkte werden vom SEO Projektleiter erklärt. Kleine Agenturen können auf freie Programmierer zurückgreifen, wenn sie sich einen Vollzeitprogrammierer nicht leisten können.

Marketing Spezialist (m/w)

Themen wie Branding und Benutzerverhalten sind im Algorithmus von Google essentielle Rankingfaktoren geworden. D. h. wir brauchen einen Mitarbeiter, der ausgebildet wurde, um Zielgruppen und Märkte zu analysieren, integrierte Kommunikationskonzepte zum Markenaufbau zu entwickeln und Alleinstellungsmerkmale auszuarbeiten und zu kommunizieren. Bestenfalls verfügt der Spezialist noch über ein exzellentes Sprachgefühl und Textverständnis, er ist für die qualitativ hochwertigen Texte auf der eigenen Website verantwortlich. Des weiteren koordiniert er gegebenenfalls die Werbekampagnen zum Markenaufbau.

Der SEO Projekleiter schult und berät die Fachkraft für Marketing in den für Suchmaschinenoptimierung relevanten Punkten wie Titles und Meta descriptions texten, vernünftige Berücksichtigung von Suchbegriffen in den Produkttexten und Verlinkungen bei Marketingkooperationen. Schon aufgrund seiner Ausbildung wird der Spezialist darauf achten, dass die Maßnahmen nicht zu „spammig“ durchgeführt werden. Marken stehen für Eigenschaften wie Qualität, Vertrauen, Nachhaltigkeit, Emotionen und Kundennutzen.

Große Firmen haben diese Positionen und Expertise des Öfteren intern aufgebaut, eine sehr sinnvolle Maßnahme. Das Outsourcing an eine Agentur ist bei dieser Konstellation nicht mehr unbedingt nötig, der SEO Projektleiter berät den Mitarbeiter des Kunden direkt. Die Marketingfachkraft bildet sich nicht in der SEO Szene weiter, sondern besucht Marketingkongresse und Social Media Konferenzen. Der Einsatz von Social Media für den Bereich Branding ist je nach Produkt sehr empfehlenswert.

Brands are the solution, not the problem.“ (Früherer Google CEO Eric Schmid)

Spezialistin für Pressearbeit (m/w)

Wir brauchen keinen „Linkbauer“, der „offpage“ wütet. Wir brauchen einen Spezialisten für Pressearbeit, der weiß wie seine journalistischen Kollegen arbeiten und ticken. Idealerweise hat er schon auf der „anderen“ Seite gearbeitet. Er pflegt sein Netzwerk und baut es weiter aus, auch auf exklusiven Veranstaltungen für und von Journalisten. Er hat ein Gespür dafür welcher Journalist zu welcher Zeit bestimmte Informationen braucht und liefert diese. So entsteht eine Win/Win Situation für alle Beteiligten. Der Journalist hat seine Story, der Manager für Pressearbeit seinen Kunden redaktionell platziert. Voraussetzung für eine erfolgsversprechende Arbeit ist ein gutes Produkt.

Die Fachkraft für Pressearbeit ist textsicher und kann sich gewählt ausdrücken. Sie textet bzw. kontrolliert die Inhalte, die außerhalb der eigenen Website, also in externen Medien, platziert werden. Sie arbeitet eng mit der Fachkraft für Marketing zusammen, da sich die jeweiligen Verantwortungsbereiche und Zielsetzungen sehr gut ergänzen. Vom SEO Projektleiter hat die PR-Kraft gelernt, bei allen Presseaktionen an relevante Verlinkungen zu denken. Auch diese Position kann im Unternehmen des Kunden platziert sein oder die SEO Agentur kooperiert mit einer auf Public Relations spezialisierten Agentur.

Designer (m/w)

Um unsere Inhalte ansprechend zu präsentieren brauchen wir einen fähigen und kreativen Designer. Er erstellt nützliche Infografiken und Illustrationen, achtet mit dem Spezialisten für Marketing darauf, dass das Corporate Design des Kunden berücksichtigt wird. Er arbeitet an der Erstellung von neuen Landing Pages mit, bearbeitet Bilder für die Website. Beim Besuch einer Website entscheidet der erste Eindruck, ob ein potentieller Kunde bleibt oder nicht, dafür ist der Designer maßgeblich mit verantwortlich. Absprungraten sind ein (negativer) SEO Rankingfaktor.

Auch bei einem Designer kann es sich anbieten, auf Freelancer zurück zu greifen. In Teilbereiche der Suchmaschinenoptimierung muss er nur dann eingewiesen werden, wenn er komplette Webdesigns entwirft.

SEO = Marketing

Die meisten SEO Konferenzen haben ohne Frage ein sehr hohes Niveau erreicht. Leider referieren meistens nur Verantwortliche von SEO Agenturen oder Inhouse SEO’s, wie man Kampagnen im Bereich Branding oder Online Pressearbeit (in der SEO Szene „natürlicher Linkaufbau“ genannt) erfolgreich durchführen kann. Das ist nicht mehr zeitgemäß.

Die Branche muss sich öffnen: wir brauchen Vorträge von externen Spezialisten, z. B. erfolgreiche Journalisten von großen Medienhäusern, Geschäftsführer von etablierten Presseagenturen, Brand Manager oder Marketing Strategen. Sie haben einen höheren Einfluss auf Google als wir wahrhaben wollen. Von ihnen können wir noch viel lernen.

Noch besser, wir integrieren sie in unser SEO Team. Glücklicherweise ist es einfacher, gute Marketingfachleute zu finden oder niedrig bezahlte Journalisten abzuwerben als SEO Experten zu suchen. Wir können auf ihre Expertise nicht mehr verzichten.

Google konforme SEO Strategien

Panda Update? Link Penalties? Das Exempel JCPenney’s hat es aufgezeigt: die oft eingesetzte Arbeitsweise mit massivem, gegen die Richtlinien verstoßenden Linkeinkauf die eigene Website in Google schnell nach oben zu bringen, ist riskant und kann einer Marke schaden.

Funktioniert White Hat SEO bzw. Google konforme Suchmaschinenoptimierung überhaupt? Ein strategischer Ansatz, der helfen soll, Suchmaschinenoptimierung als essentielle Marketingdisziplin nachhaltig und erfolgreich in Ihrem Unternehmen zu platzieren.

Motivation

Sogar die meisten großen Traditionsunternehmen haben inzwischen erkannt, dass in einem erfolgreichem Marketing-Mix nicht mehr auf Maßnahmen in Suchmaschinenoptimierung verzichtet werden kann. Sie versuchen sich langsam an das Thema heran zu tasten. Businessmodelle, die speziell auf Online aufbauen, gehen dagegen sehr aggressiv vor und übertreten dabei oft die Grenzen des von Google erlaubten. Zum Beispiel werden sehr intensiv Links eingekauft. Neueinsteiger wählen dann die gleichen „Waffen“, um aufzuschließen. Das Resultat, siehe JCPenney’s, ist u. U. eine Abstrafung von Google und die Beschädigung der eigenen Marke.

Leider funktionieren Maßnahmen wie aggressiver Linkeinkauf, die gegen die Google Richtlinien verstoßen, teilweise immer noch sehr gut. Aber wie lange noch? Black Hat Tricks überleben immer kürzere Zyklen. Es stellt sich dementsprechend die Frage: Ist es möglich, von Anfang an auf nachhaltige Google konforme Suchmaschinenoptimierung zu setzen und damit, in stark umkämpften Märkten, beständig erfolgreich zu sein?

Der Trend ist eindeutig. Google gelingt es immer besser, qualitative Faktoren in das Ranking mit einzubeziehen. Vom Brand-Update (Vince Update, 2009) profitieren Unternehmen, die offline schon als Marke positioniert sind. Marken suggerieren Vertrauenswürdigkeit, Beständigkeit, Tradition, Emotionen – positive Eigenschaften die für Qualität sprechen. Das MayDay Update (2010) hat dafür gesorgt, dass auch bei Long Tail Suchanfragen hochwertigere Inhalte angezeigt werden. Mit dem Panda Update (2011) fließt nun das Benutzerverhalten mit ein. Der wohl bisher „ehrlichste“ Ranking Faktor, um nützliche Webseiten von weniger beliebten zu differenzieren.

Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung ist keine One Man Show mehr. Vielmehr dient sie als weiterer Marketingkanal, um die typischen Ziele des Marketings eines Unternehmens zu realisieren: „ … ein Konzept der ganzheitlichen, marktorientierten Unternehmensführung zur Befriedigung der Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden.“ (Meffert, H. u.a., Marketing, 10. Auflage, Wiesbaden 2008, S. 10 ff.).

Google konforme SEO Strategien

Abbildung: Jede Website kann in einer Status-Quo Matrix in Bezug auf die aktuelle Situation und zukünftige SEO-Strategie positioniert werden, um die Zielsetzung zu definieren. Auch innerhalb der Quadranten ist es möglich, Relevanz und Reputation auszubauen.

 

SEO im Unternehmen verständlich positionieren

Innerhalb des Unternehmens gilt es ein schlagkräftiges Team aufzubauen. Um Verantwortliche aus verschiedenen Abteilungen für sich zu gewinnen ist ein neues, für alle Beteiligten verständliches Wording zu empfehlen.

Wir sprechen nicht mehr von Besuchern oder Usern, sondern von Zielgruppen und Kunden. Kundenorientiertes Handeln wird abteilungsübergreifend verstanden und unterstützt.

Die Onpage Optimierung beschreiben wir mit der Steigerung der Relevanz für den Kunden. Wir stellen kontinuierlich wertvolle, informative und aktuelle Inhalte bereit, die unsere Zielgruppe ansprechen. Ausreichende (Themen)Relevanz ist die Grundvoraussetzung für mögliche Top-Platzierungen.

Offsite Optimierung bzw. Linkaufbau? Sind alle konkurrierenden Webseiten gleich relevant, entscheidet die höhere Reputation über die einzelnen Rankings. Wir loben unsere Kollegen, dass im Bereich der Offline Reputation, u. a. der Markenbildung schon gute Arbeit vollrichtet wurde. Jetzt besteht die große Chance und Herausforderung darin, diese Reputation gerechtfertigter Weise auch in die Online-Welt zu übertragen und dauerhaft zu steigern.

Somit gibt es in der Kommunikation nach außen nicht mehr über 200 Rankingfaktoren, sondern seit Panda genau drei: Kundenzufriedenheit, Relevanz und Reputation.

Der Hauptverantwortliche für Suchmaschinenoptimierung ist auf die Mithilfe aus anderen Bereichen angewiesen, z.B. IT, Marketing, Public Relations, Vertrieb und externe Dienstleister. Nur so lassen sich größere SEO-Maßnahmen in voller Wirkung umsetzen. Der Inhouse-SEO fungiert gleichzeitig als Projektleiter, SEO-Botschafter im Unternehmen und Fachexperte.

Wert von Google Platzierungen

Um im eigenen Betrieb genügend Unterstützer zu finden, ist die komplizierte Thematik auf verständliche Weise mit Aussicht auf ein Win-Win Resultat für alle Beteiligten zu platzieren. Eine gelungene virale Kampagne sorgt für mehr Presse (Ziel der Publik Relations Abteilung), stärkt die Markenbekanntheit (im Interesse des traditionellen Marketing) und für Backlinks auf die Firmenwebsite (Ziel des SEO).

Eine bedeutsame Aufgabe ist, realistisches Erwartungsmanagement zu betreiben. Es existiert eine kritische Investitionssumme, die ein Unternehmen einsetzen muss, um für die ausgewählten Suchbegriffe auf die 1. Suchergebnisseite zu gelangen. Es gestaltet sich schwierig, diese konkret abzuschätzen.

Allerdings können wir den ungefähren Wert einer Keyword-Platzierung in den organischen Suchergebnissen berechnen, indem wir den durchschnittlichen Cost-per-Click (CPC) in Google AdWords als Marktpreis und die Anzahl der Suchen in Google.de als Marktnachfrage ansetzen. Bei einer Quasi-Monopolstellung von ca. 90 Prozent Marktanteil ist Google eine durchaus aussagekräftige Datenquelle, auch wenn sie auf gerundeten Schätzwerten basiert.

Die Formel lautet:
Wert einer SEO Platzierung = Anzahl Suchen x Klickwahrscheinlichkeit x durchschnittlicher CPC AdWords

Zum Beispiel wird in Deutschland der Begriff „girokonto“ 14.800 mal im Monat gesucht, „girokonto kostenlos“ 6.600 mal (exact match, Stand: Mai 2011). Der durchschnittliche CPC beläuft sich auf 8,75 € bzw. 6,42 €. Laut SEOmoz klicken 89 Prozent Ergebnisse der natürlichen Suche an. Eine Studie von optify.net (2010) hat herausgefunden, dass von diesem Traffic die erste Position 36.4% der Klicks verbucht. Es ist anzumerken, dass diese Werte bei einzelnen Suchanfragen deutlich vom Durchschnitt abweichen können.

Anhand dieser Zahlen berechnen wir folgenden monatlichen Wert für eine Platzierung an Position 1 der natürlichen Suche in Google.de:

  • [girokonto] = 14800 x (0,89 x 0,364) x 8,75 € = 41.952,82 €
  • [girokonto kostenlos] = 6600 x (0,89 x 0,364) x 6,42 € = 13.726, 83 €

Es kostet somit knappe 42.000 Euro den gleichen Traffic für den Begriff „Girokonto“ über AdWords einzukaufen. Natürlich ist es ein sehr schwieriges Vorhaben die eigene Website für diese sehr stark umkämpften Begriffe zu platzieren. Andererseits rechtfertigt es den Einsatz von höheren Budgets im Bereich Suchmaschinenoptimierung. Bei deutschen Großbanken mit vorhandener Reputation wird die kritische Investitionssumme niedriger sein, als bei z.B. unbekannten Content-Portalen. Für kleinere Unternehmen und Projekte ist die Einstiegssumme für stark umkämpfte Bereiche des Öfteren zu hoch und eine realistische Betrachtungsweise hilft, utopische Zielsetzungen zu vermeiden.

Steigerung der Relevanz

Zunächst ist es wichtig die technische Suchmaschinenoptimierung richtig umzusetzen. Insbesondere bei Websites in größeren Konzernen gestaltet sich die Umsetzung nicht immer trivial. Klare URL-Strukturen, Informationsarchitektur, Sitemaps, suchmaschinenlesbare Inhalte, Weiterleitungen, Canonical Tags, Vermeidung von internem Duplicate Content, Serververfügbarkeit, etc. sind Maßnahmen, die umzusetzen sind. Noch viel wichtiger ist die ständige Kontrolle, damit beim nächsten Release aus der IT-Abteilung sich nicht wieder alles verschiebt.

Mit einer ausführlichen Keywordanalyse setzen wir die Basis, unsere Zielgruppe mit relevanten Inhalten zu ködern. Ein ideales Werkzeug hierfür ist Google AdWords. Wir bewerben am Anfang mehr Keywords als nötig, u.a. im Long Tail Bereich, und messen welche Keywords am besten konvertieren. Vor allem messen wir die Kosten bzw. den Deckungsbeitrag pro Conversion. Es gilt zu berücksichtigen, dass nicht nur verkaufte Artikel (B2C) oder Anfragen (B2B) als Ziele zu definieren sind, sondern zum Beispiel auch Downloads von Produktinfoblättern. Die Rückschlüsse aus den AdWords und Analytics Daten helfen uns nun, die für unsere Zielgruppe relevanten Inhalte für die natürliche Suche zu optimieren.

Relevante Inhalte sind meistens dann erfolgreich, wenn sie informativ, kreativ, einmalig, aktuell, ausführlich und aufklärend sind. Um diesem Anspruch gerecht zu werden sind Expertise, Leidenschaft und Kontinuität bei der Erstellung der Inhalte die notwendigen Voraussetzungen. An dieser Stelle ist für ein Unternehmen eine 2-Säulen Strategie zu empfehlen. Ein Mix aus statischen, zeitlosen Textinhalten (z. B. Beschreibungen des aktuellen Leistungsportfolios) und aktuellen, zeitnahen Informationen (News aus der Branche) wird sowohl vom potentiellen Kunden als auch von den Suchmaschinen honoriert. Ein positiver Nebeneffekt: aktuelle Inhalte helfen zusätzlich die Reputation zu erhöhen.

Die Universal Search ermöglicht es über verschiedene Kanäle auf der ersten Suchergebnisseite präsent zu sein. Local, Image, News, Videos, Product, alles potentielle Trafficquellen, die in Betracht zu ziehen sind. Das Motto „Rule the SERPS“, d. h. besetze so viele Positionen wie möglich mit der eigenen Website zu einem bestimmten Thema ist einfacher geworden. Aktualisierung und kontinuierlicher Upload der Sitemaps sind essentiell.

Nach wie vor ist das Title Attribut ein sehr starker Onpage Rankingfaktor. Ein clever getexteter Titel mit zwei bis vier Keywords plus Unternehmensname dahinter bedient mehrere Kombinationen von Long Tail Suchen. Werden zu viele Wörter verwendet, nehmen sie sich gegenseitig an Titelkraft. Jede einzelne Seite ist eine neue Chance für eine andere Suchanfrage gefunden zu werden, das hat sich auch im „Title“ widerzuspiegeln. Eine Überoptimierung mit zu vielen Begriffen, oft auf Homepages der Fall, kann sich kontraproduktiv auswirken. Relevante Linktexte sorgen für die Berechnung der inhaltlichen Nähe. Diese sind auf die Titles und Inhalte der verlinkten Seiten abzustimmen.

Damit Maßnahmen zeitnah und von hoher Qualität umgesetzt werden, ist ein Zusammenspiel verschiedener Parteien erforderlich. Z. B. Designer, Texter aus der Marketingkommunikation, Programmierer bzw. die IT und externe Dienstleister sind alles Beteiligte, die vom SEO Verantwortlichen rechtzeitig zu briefen sind.

Steigerung der Online Reputation

Lange funktionierte es gut, das Link Building komplett an SEO Agenturen auszulagern, auch wenn deren Vorgehensweise teilweise gegen die Google Richtlinien verstießen. Unternehmen, die an einem nachhaltigen Reputationsaufbau interessiert sind, müssen strategisch umdenken. Die wertvollsten Reputationslinks erhält das Unternehmen selbst und kann dabei von Dienstleistern bei der Vorarbeit, wie z. B. Recherche unterstützt werden. Hierbei wird die Qualität der Links zunehmend wichtiger als die absolute Anzahl.

Auch hier eröffnet ein verändertes Wording neue Perspektiven. Anstatt von Linkaufbau sprechen wir von Online Marketing Kooperationen, Online Pressearbeit und Reputationsmanagement. Beteiligt sind Bereiche wie die Marketingkommunikation, Public Relations, Vertrieb, oder die Geschäftsführung. Reputationsaufbau ist Chefsache, hier besteht das beste Netzwerk.

Jede relevante Marketingkooperation, inklusive dem Bestandteil Backlink, bringt potentielle Kunden auf unsere Website. Backlinks aus themennahen Umfeldern sind bei Google besonders wertvoll, da gleichzeitig Relevanz und Reputation weitergegeben werden. Ein strategisch positiver Nebeneffekt ist, dass der hochwertige Traffic aus anderen Quellen hilft, sich unabhängiger von Google zu machen. Selbst die bezahlte Suche ist ein weiterer Hebel, das Risiko abnehmender Besucherströme aus der natürlichen Suche zu diversifizieren.

Jeder Betrieb bewegt sich in seiner eigenen Community, in der er seine Zielgruppe erreichen kann. Umso intensiver der Kontakt, umso vielfältiger wird das Backlinkprofil. In das eigene Netzwerk gilt es vor allem die „Opinion Leader“, also die Meinungsführer zu integrieren. Im Bereich Online Reputation sind das speziell die potentiellen Linkeratis wie Fachmedien, Webmaster, Blogger und Journalisten.

Dabei ist die richtige Strategie wichtig. Community heißt, persönliche Beziehungen aufzubauen. Ein handerlesener Presseverteiler verspricht eine deutlich bessere Erfolgsquote als anonyme Serien-eMails. Um in verschiedenen Themenbereichen erfolgreiche Kooperationen einzugehen, empfiehlt sich das Aufsetzen von unterschiedlichen Mikro-Presseverteilern, je nach Materie. Ebenfalls wirkte es sich positiv aus, wenn bei einer Kooperation für beide Parteien ein Vorteil in Sicht ist.

Redaktionelle Integration in diversen Medien, Serviceleistungen wie bereitgestellte Tools für die Leser der Redakteure, Statistiken, Infografiken, Umfragen und aussagekräftige Studien, virale Kampagnen verbreitet über Social Media – für einen Erfolg dieser Maßnahmen ist vor allem ein Punkt entscheidend: das richtige Timing. Wird den Linkeratis zum passenden Zeitpunkt das Richtige angeboten, erhöht sich die Erfolgsrate.

Das Brand Update hat dafür gesorgt, dass starke Offline Marken, die kaum in Suchmaschinenoptimierung investieren, Topplatzierungen in Google erreichen. Um sich bei Google als Marke zu positionieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Neben Brand-Links (Anchortext beinhaltet den Marken- bzw. Unternehmensnamen) ist vor allem der eingehende Traffic über Google auf der eigenen Website entscheidend. Wie oft wird nach der eigenen Firma gesucht? Welche generischen Suchbegriffe werden der Markensuche hinzugefügt? Wie hoch ist die CTR (Click-Through-Rate) aus der Google Suche heraus? Die Anzahl der Sitelinks und das Vorschlagen in Google Suggest sind erste Merkmale einer entstehenden Google Marke.

Anhand einer intelligenten Informationsarchitektur entscheidet der Webmaster selbst, welchen Seiten er wie viel Reputation zuführt. Wichtige Seiten haben die meisten internen Backlinks zu erhalten. Während die Produktseiten wichtige Seiten sind, ist es zu empfehlen rechtlich unverzichtbare Seiten wie Impressum, Datenschutz, AGB’s auf einer Webseite zusammen zu führen, z. B. mit Seitenankern.

Stillstand ist Rückschritt. Das gilt auch für die Suchmaschinenoptimierung. Deswegen ist eine ständige Konkurrenzanalyse unentbehrlich. Ein guter Ansatzpunkt ist, sämtliche Linkquellen der Konkurrenz zu überprüfen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Da wir davon ausgehen, dass wir unsere Linkreputation nur Google konform aufbauen, können wir ohne schlechtes Gewissen die eingekauften Links unserer Konkurrenz an Google per Spamreport melden. Das Ziel ist weniger das „Abschießen“ der Wettbewerber, sondern vielmehr, dass diese nicht verdienten Links von Google entwertet werden. Das ist weder „Verpetzen“ noch gegen den „SEO Ehrenkodex“, eher ist es eine Dopingkontrolle, die mehr Suchmaschinenoptimierer und Wettbewerber durchführen als die meisten wahrhaben wollen.

Steigerung der Kundenzufriedenheit

Insbesondere seit dem Panda Update gibt es einen neuen Rankingfaktor: die Kundenzufriedenheit. Das Ziel ist mehr denn je eine benutzerfreundliche Website aufzubauen.

Es gilt kontinuierlich so viele nützliche Inhalte für unsere Zielgruppe zu kreieren wie möglich. Nur so ist es möglich, sich gegenüber der Konkurrenz ein oder mehrere Alleinstellungsmerkmale zu erarbeiten. Preisvergleichsportale helfen mir die günstigsten Produkte zu finden. Reicht das aus, um sich von Gleichgesinnten abzusetzen? Wenn in den Suchergebnissen bei der Suche „günstiger iPod“ 10 Preisvergleichsportale stehen, ist das ein zufriedenstellendes Resultat? Mit Panda wird sich die absolute Anzahl der Vergleichsportale in den SERPs verringern. Welches Portal hebt sich von den anderen ab und hat das „Recht“ zu erscheinen?

Wie bei Google AdWords gibt es jetzt sozusagen auch einen Qualitätsfaktor in den organischen Suchergebnissen. Bei negativer Performance macht es Sinn, dass Google mit Nichtberücksichtigung gegensteuert. Anhand der Analytics Daten einer Website lässt sich feststellen, welche Inhalte für den Besucher zufriedenstellend waren und welche nicht. Weist eine Seite  z. B. kurze Verweilzeiten und hohe Absprungraten auf, ist dies ein klares Indiz für mangelnde Qualität.

In AdWords werden schlechte Kampagnen deaktiviert bzw. nachbessert, gleiches ist im Bezug auf die Website zu empfehlen. Sämtliche Inhalte, die dafür sorgen, dass die Besucher sich im Informations- bzw. Kaufprozess so lange und intensiv wie möglich mit der eigenen Website beschäftigen, helfen sich dem Panda Update zu entziehen: ausführliche Produktinformationen, Produkttestberichte, Preisvergleich, glaubhafte Benutzererfahrungen, hochwertige Bilder und Videos. Websites mit vielen Affiliate Bannern und AdSense haben die gleiche Charaktereigenschaft: der Benutzer ist schnell wieder weg.

Schnelle Ladezeiten sind sowohl ein direkter als auch indirekter Rankingfaktor. Baut sich eine Website deutlich langsamer auf als die Konkurrenz, kann sich das negativ auf die Google Platzierungen auswirken. Des Weiteren bricht der ungeduldige Websitebesucher den Prozess ab, sobald er zu lange warten muss. Hier schließt sich der Kreis in Bezug auf das Panda Update.

Nach Caffeine (2009) ist Google noch schneller in der Lage, Real Time Signale in das Ranking mit einzubeziehen. Vergleichen wir Social Media Netzwerke wie Twitter oder Facebook mit der „reellen“ Welt, dann findet auf diesen Plattformen ein Mund-zu-Mund Empfehlungsmarketing statt. Werden die eigenen Empfehlungen aus dem sozialen Netzwerk heraus geteilt, dann können Backlinks und Traffic aus Twitter und Facebook dafür sorgen, dass Webseiten zumindest kurzfristig in den Rankings steigen. Die Haltbarkeit der Empfehlungen ist allerdings deutlich kürzer als bei zeitlosen Links.

Fazit

Die SEO-Strategie mit einer Website zu einem x-beliebigen Thema mit Bookmark- und Verzeichnislinks, Linkkauf und 2-Sterne Textern gute Rankings zu erzielen, wird immer schwieriger zu realisieren und ist nicht nachhaltig. Diese Projekte zusätzlich mit Adsense oder Affiliatemarketing zu monetarisieren macht es nicht einfacher. Was fehlt? Ein Alleinstellungsmerkmal.

SEO ist teuer, zeitintensiv und komplex geworden. Das ist auch relativ einfach nachzuvollziehen. Wie schon im Jahr 1998 kämpfen die Wettbewerber weiterhin nur um 10 Plätze in der natürlichen Suche (1. Suchergebnisseite, exklusive Universal Search). Der Konkurrenzkampf hat stetig zugenommen, auch große finanzstarke Konzerne investieren inzwischen in SEO. Das Gesetz der Märkte, bei gleichem Angebot und höherer Nachfrage? Der Preis steigt, die Websitebetreiber müssen mehr Ressourcen investieren, um „oben“ mitzuspielen.

Die Hauptrankingfaktoren haben sich bei Google nicht geändert: Relevanz und Reputation. Bei bestmöglichem Zusammenspiel führen Sie zu größerer Kundenzufriedenheit. Nur die Latte verschiebt sich immer weiter nach oben, die Kunden und Google werden immer anspruchsvoller.

Googles Linkroulette: wen trifft es als nächsten?

Um bei kompetitiven Begriffen konkurrenzfähig zu sein, kaufen viele Optimierer Links ein. Somit wird die Link-Reputation gesteigert, was ein sehr wichtiger Rankingfaktor ist. Allerdings ist das ein klarer Verstoß gegen die Google Richtlinien. Und: Im Bereich des Link-Verstoßes geht Google inzwischen deutlich aggressiver vor, harte Abstrafungen sind die Folge. Was macht Google da genau?

Linkreputation = Natürliche Reputation + künstliche Reputation

Google unterscheidet zwischen natürlicher und künstlicher Linkreputation.  Die natürliche Reputation besteht aus „ehrlichen“ Backlinks, d. h. hier handelt es sich um relevante Empfehlungslinks. Gekaufte und getauschte Links, vor allem aber nicht themenrelevante Backlinks, ordnet Google eher der künstlichen Reputation unter. Diese verstoßen klar gegen die Webmasterrichtlinien von Google. Der Suchmaschinenmonopolist ist nun schon seit langem interessiert, die künstlich aufgebaute Reputation von der natürlichen Reputation zu splitten. Im Endeffekt entwertet Google dementsprechend die „falsche“ Reputation.

Google wird aggressiver

Seit dem Infrastrukturupdate Coffeine setzt Google deutlich skalierbarere Methoden ein, um das Problem der künstlichen Reputation zu bekämpfen. Zum Beispiel besitzen viele Affiliate Websites mit guten Rankings kaum natürliche Reputation, da ihnen ein gewisser Markenstatus fehlt und sie sich ausschließlich mit Linkkauf und -tausch hochgearbeitet haben. Entwertet Google nun die nicht verdiente Linkpopularität, wird diesen Geschäftsmodellen der Boden unter den Füssen weggezogen. Der Fall ist tief. Die guten Rankings gehen aufgrund der jetzt fehlenden Reputation verloren, die Sichtbarkeit in Google schwindet und mit ihr auch die Besucherzahlen aus der organischen Suche. Die nach den Richtlinien optimierende Konkurrenz profitiert indirekt von dieser Entwicklung, da sich deren Reputation im Vergleich zum Abgestraften nun relativ gesehen erhöht.

Linkbekämpfung funktioniert noch nicht optimal

Leider kommt es des häufigeren vor, dass Wettbewerber, die ebenfalls Links einkaufen, von Google zunächst nicht entdeckt bzw. abgestraft werden – die Betroffenen fühlen sich nun ungerecht behandelt. Eher zeigt es aber, dass die Bekämpfung der Linkkäufer noch nicht perfekt funktioniert. Trotzdem: Wird eine Website abgestraft, dann sind die Folgen inzwischen sehr schmerzhaft. Zwar ist anhand eines Wiederaufnahmeantrags an das Search Quality Team eine Aufhebung der Abstrafung möglich, dies gestaltet sich in den meisten Fällen jedoch als sehr schwierig. Die Straftäter müssen schon mit einer blütenweißen Weste bei Google um Gnade bitten, aufgrund von Altlasten bei vielen Bestraften ein sehr komplizierter und langwieriger Prozess.

Linkkauf und Penguin Update

Fakt ist, die meisten Websites kaufen für umkämpfte Platzierungen in Google Links ein und verstoßen somit gegen die Richtlinien. Zusätzlich zeichnen sie sich oft im überdurchschnittlichen Maße mit diversen (negativen) Signalen wie viel Werbung, geringe Qualität der Seiteninhalte (Text, Bild, Video, etc.), schlechte Benutzerfreundlichkeit also im Allgemeinen einem dürftigen Mehrwert für den User aus. Genau diese Websites wurden auch vom Penguin Update getroffen. Bei einer genaueren Analyse fällt auf, dass die meisten Penguin Betroffenen vorab schon eine Linkpenalty wegen unnatürlichem Linkaufbau erhalten haben. D. h. es existieren zu viele Signale, die in der Summe als negativ betrachtet werden können und zusätzlich diverse Linkentwertungen. Genau  dieser Mix könnte bei Penguin eine Rolle gespielt haben.

Case Study

Die Website X (Name anonymisiert, liegt der Chefredaktion aber vor) wurde aufgrund zu vieler gekaufter und unnatürlicher Links abgestraft (erster starker Fall der Sichtbarkeit Anfang 2012). Beim zweiten großen Fall Mitte April, hat das Penguin Update zugeschlagen (siehe Abb. 1).

A-Sichtbarkeit
Abb. 1: Sichtbarkeitsentwicklung von Website X in Google.de

In Abb. 2 sehen wir, dass die Gesamtanzahl der rankenden Keywords beim ersten Fall (Linkpenalty) deutlich niedriger ist als beim zweiten Fall (Penguin). Während bei einer Linkpenalty gezielt einzelne Links entwertet werden, hat das Penguin Update einen Website-übergreifenden negativen Effekt.

A-Keywords
Abb. 2: Anzahl der rankenden Keywords von Website X in den Top 100 von Google.de

Diese Feststellung unterstreicht Abb. 3. Schauen wir uns die Rankingverteilung aller in den Top100 rankenden Keywords an, sehen wir, dass vor der Penalty und dem Update, eine sehr gesunde Keywordverteilung vorherrschte (09.01.2012). Es bietet sich an dieser Stelle ein Vergleich mit Wikipedia an. Die „Balkenkurve“ ist von links nach rechts fallend, ein gutes Zeichen, wie bei Wikipedia.  Auch nach der Linkpenalty gestaltet sich die allgemeine Rankingverteilung der Suchbegriffe noch vital, was für spezifische Abstrafungen spricht (26.03.2012). Erst nach dem Penguin Update befinden sich die meisten Keywords vermehrt auf den hinteren Suchergebnisseiten wieder, das spricht für eine übergreifende Herabstufung (07.05.2012).

Rankingverteilung 09.01.2012A-1
Rankingverteilung 26.03.2012 nach Linkpenalty
A-2
Rankingverteilung 07.05.2012 nach Penguin Update
A-3Abb. 3: Rankingverteilung der Top100 Keywords von Website X

Beim ersten Fall hat es dagegen nur bestimmte Suchbegriffe bzw. Keywordkombinationen erwischt. Es betrifft vor allem „Money-Keywords“, also hart umkämpfte Suchbegriffe mit hoher Suchfrequenz und für die aktiv Linktexte eingekauft wurden. Abb. 4 zeigt einen solchen Suchbegriff und dessen Entwicklung.

einzelnes Keyword
Abb. 4: Rankingentwicklung eines umkämpften Suchbegriffs der Website X

Die künstliche Reputation für diverse Links inklusive der Anchortexte ist entwertet, die Sichtbarkeit und Platzierungen in Google sinken für das konkrete Keyword. Trotzdem bietet die Website noch genügend Reputation und inhaltliche Relevanz, sodass das Keyword noch in den Top5 rankt. Das ist nicht bei allen betroffenen Websites so glimpflich ausgegangen und hängt von der noch vorhandenen natürlichen Reputation ab. Der komplette Verlust der Platzierung tritt erst nach dem Penguin Update ein.

Google will kommunizieren und warnen

Es fällt auf, dass Google nicht alle künstlichen Links abgestraft hat. Wir können davon ausgehen, dass Google vor allem ein Zeichen setzen will: „Hey, ihr macht da etwas, was nicht in Ordnung ist, bitte ändert das!“. Dafür spricht auch die Hinweismail über die Webmastertools. Bei strikterer Vorgehensweise hätte die Website beim 1. Fall noch mehr zu leiden gehabt. Mit dem Penguin Update ist das Horroszenario dann eingetreten.

Linkkäufer spielen russisches Roulette

Welche Lösungsmöglichkeiten bieten sich an? Alle Betroffenen sollten je nach Geschäftsmodell eine „Komplettreinigung“ fahren, um einen erfolgreichen Reinclusion Request stellen zu können – d. h. alle nicht richtlinienkonformen Backlinks, soweit möglich, entfernen. Oder sie fangen neu an und setzen von Anfang an auf Strategien wie natürlichen, relevanten und nachhaltigen Linkaufbau, Schaffung einer Marke, Benutzerfreundlichkeit und hohe Qualität der Website-Inhalte.

Allen anderen, die bisher ungestraft davon gekommen sind, obwohl sie diverse Linksünden auf dem Konto haben, ist zu empfehlen, die Risikobacklinks soweit es geht abzubauen und gleichzeitig mit natürlichem Linkaufbau zu beginnen. Es ist ein mühsamer Prozess, bei dem anfangs mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund jetzt fehlender Linkreputation, Rankingeinbußen wahrscheinlich sind. Allerdings wird so einem möglichen tiefen Fall vorgebeugt.

Der Rest spielt russisches Linkroulette. Sie ändern ihre Arbeitsweise nicht oder warten einfach nur ab. Entweder haben sie Glück oder Pech. Die Trommel dreht sich laufend.

Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung für Unternehmen

Das gesamte Unternehmen ist in den Prozess der nachhaltigen Suchmaschinenoptimierung einzubinden. Die meisten Maßnahmen geschehen abteilungsübergreifend. Wird jede einzelne Abteilung spezifisch im Bereich SEO geschult, erleichtert das viele Prozesse.

So wird bei optimaler Umsetzung die Marketingabteilung beim Texten der Produktbeschreibungen darauf achten, dass die richtigen Keywords verwendet werden bzw. die Texte auf den Websitebesucher ausgerichtet sind. Die Presseabteilung begreift, dass bei Veröffentlichung von Pressetexten in diversen Medien zusätzlich qualitativ hochwertige Links platziert werden können, die die Linkpopularität kontinuierlich steigern. Die IT-Abteilung setzt technische Änderungen schnell um, weil das CMS flexibel entwickelt wurde. Die Rechtsabteilung mahnt nicht jeden Blogger ziellos ab, weil sie zum Thema Reputation Management geschult wurde.

Nachhaltige SEO-Strategie ist Aufgabe der Geschäftsführung

Es ist empfehlenswert, einen externen SEO-Berater zu beauftragen. Der Spezialist setzt die interne Unternehmensbrille ab. Für eine erfolgreiche Umsetzung wird zusätzlich die Unterstützung der Geschäftsführung benötigt. Werden SEO-Maßnahmen aktiv von den verantwortlichen Entscheidern unterstützt, lassen sich Änderungen einfacher im gesamten Unternehmen umsetzen. Ein SEO-Experte, der nachträglich engagiert wird, hat eine schwere Aufgabe zu lösen. Er kann nur einzelne Löcher stopfen, für fundamentale Änderungen ist es meist schon zu spät. Anstatt nachhaltige SEO-Strategien zu entwickeln, übernimmt er eher die Aufgaben eines Klempners. Somit ist eine laufende Betreuung zu empfehlen, die so früh wie möglich anfängt.

Fester Bestandteil des Marketing-Mix

Der Online-Anteil am Werbebudget des Marketings wächst stetig. Umso wichtiger ist, dass der traditionelle Marketingbereich mit der Online-Marketing-Abteilung intensiver zusammen arbeitet. So ist es in größeren Unternehmen nicht unüblich, dass z. B. die Marktforschung nicht auf die Daten der Websitebenutzung zurückgreift. Hier wird Potenzial verschenkt. Auch bei der Positionierung einer Marke werden die Möglichkeiten des Online-Marketings bzw. Suchmaschinenoptimierung (SEO) noch unterschätzt. Insbesondere Marken genießen von Google inzwischen ein besonderes Vertrauen und werden folglich besser platziert. Richtige Strategien versprechen Synergieeffekte aus traditionellem Marketing und Online-Marketing.

Kunden in den Mittelpunkt rücken

Google stellt seine Benutzer in den Mittelpunkt. Der Suchmaschinenmarktführer (über 90% Marktanteil in Deutschland) unternimmt viel, um den User zufrieden zu stellen. Natürlich ist es Mittel zum Zweck: Solange die Benutzer zufrieden sind, werden sie nicht zu einer anderen Suchmaschine wechseln. Implementieren Unternehmen in ihrer SEO-Strategie Elemente mit Mehrwert für Ihre Kunden, resultiert daraus ein langfristig besseres Ranking der Website. Zum Beispiel wird aktueller und einzigartiger Content von Google positiv berücksichtigt. Besondere Inhalte und Tools wie ein Gehaltsrechner, Vergleichsportale oder Testberichte werden von anderen Seiten gerne angelinkt. Qualitativ hochwertige und ständig neue Links sind wichtig, um die eigene Reputation bei Google zu erhöhen. Auch erinnern sich die Kunden an Websites mit einzigartigen Services. Die Konkurrenz ist nur wenige Klicks entfernt, aber ein zufriedener Kunde kommt wieder.

Auf dem Laufenden bleiben

Suchmaschinen wie Google nehmen laufend Änderungen an ihrem Algorithmus vor. Somit ist es extrem wichtig, ständig über neue Trends informiert zu sein. Ein spezialisierter SEO-Berater kann die chronisch unter Zeitmangel leidenden Verantwortlichen in den Unternehmen up-to-date halten. Zum Bsp. werden die verschiedenen Elemente der Universal Search (u. a. lokale Suche, News, Video, Bilder, Produktsuche) inzwischen sehr prominent in den Suchresultaten von Google angezeigt. Haben Unternehmen rechtzeitig reagiert und ihre Websites auf die Veränderungen hin optimiert, werden sie mit steigenden Besucherströmen belohnt.

Die SEO-Richtlinien der Suchmaschinen lesen

Viele Unternehmen lagern Suchmaschinenoptimierung aus und konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft. Um den beauftragen SEO-Dienstleister richtig einschätzen zu können, ist die Lektüre der SEO-Richtlinien der wichtigsten Suchmaschinen unbedingt zu empfehlen. Einige Agenturen bedienen sich grauer bzw. schwarzer SEO-Taktiken, um den Erfolg schneller zu realisieren. Diese verstoßen gegen die Guidelines der Suchmaschinen, eine Abstrafung könnte die Folge sein. Möglich ist eine Herabstufung oder eine Ausschließung ihrer Website aus den Suchergebnissen. Somit ist es wichtig, die Grundregeln der Suchmaschinen zu kennen. So wissen Sie z. B. nach dem Lesen der Google Webmasterrichtlinien, dass Google keinen Linkkauf duldet, da es sich hier nicht um eine natürliche Referenz in Form eines Links handelt. In Zukunft können Sie die Strategievorschläge ihres Suchmaschinenoptimierung-Dienstleisters richtig einordnen.

Die Benutzerstatistiken auswerten

Nicht nur Google ist eine Datenkrake. Auch die meisten Unternehmen sammeln detaillierte Daten über ihre Websitebesucher und Kunden. Leider werden diese nicht kontinuierlich analysiert. Eine ständige Auswertung der Daten ermöglicht es, Feinjustierungen durchzuführen. Ein Exempel: Werten Sie die Suchanfragen der internen Suche aus. Ihre Besucher erzählen Ihnen hier was Sie tatsächlich finden wollen. Überprüfen Sie im Anschluss, für welche dieser Suchanfragen ihre Website auch in Google gefunden wird. Für viele Begriffe erscheinen Sie nicht auf der ersten Suchresultatsseite von Google? Implementieren Sie die neuen Erkenntnisse in ihre Website.

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